| Helmuth Koch: Was passiert bei der Hüftgelenks-Kontrolle und der Hüftgelenks-Korrektur nach der DORN-Methode? |
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BEHAUPTUNG: Ein Großteil der Rückenleiden ist darauf zurück zu führen, dass es regelmäßig zu einem Herausrutschen eines oder beider Hüftgelenke aus der Gelenkpfanne kommen würde und damit zur Vergrößerung des Hüftgelenkspalts, woraus eine Beckenschiefstellung resultieren würde. Der bis zu 3cm aus der Hüftpfanne herausgerutschte Hüftkopf wird mit einfachsten Selbsthilfeübungen immer wieder zurückgeschoben. ANATOMIE: Die Hüftgelenke haben ihren Sitz an den beiden Beckenschaufeln. Zusammen mit dem Kreuzbein bilden unsere beiden Beckenschaufeln den Beckengürtel. Die beiden Beckenschaufeln sind an ihrer Rückseite über zwei Gelenkflächen mit der rechten und linken Seite des Kreuzbeines verbunden, wo sie das Kreuz-Darmbeingelenk (Ilio-Sacralgelenk) bilden. Das Kreuzbein selbst bildet das untere Fundament unserer Wirbelsäule und besteht selbst aus mehreren miteinander verwachsenen Wirbeln. Auf der Vorderseite der Beckenschaufeln besteht keine Gelenkverbindung, sondern ein mechanischer Zusammenhalt (die Schamfuge oder Symphyse) durch einen starken aber elastischen Gelenkknorpel am Ende des vorderen Schambeinastes. Die Gelenkpfannen der Hüftgelenke befinden sich an der unteren Außenseite der beiden Beckenhälften. Die Gelenkköpfe sitzen tief im Inneren der sie zu einem großen Anteil umgebenden Gelenkpfanne. Diese Gelenkverbindung ist außerordentlich stabil. Gewährleistet wird diese Stabilität nicht nur durch die umgebende Muskulatur, sondern vor allem durch einen sehr starken und spiralförmig angelegten Bandapparat sowie einen hohen Unterdruck im Inneren des durch seine Gelenkkapsel hermetisch nach außen abgeschlossenen Gelenkes. Die Beckenstellung beeinflusst wesentlich die Form der Wirbelsäule. Die richtige Balance sowohl des Beckens als auch der das Becken stabilisierenden Muskulatur ist die Grundlage für die aufrechte Körperhaltung. Schulmedizinische Meinung: Der Unterdruck in unserem Hüftgelenk ist derart hoch, dass es bei Implantation eines künstlichen Hüftgelenkes zweier kräftiger Chirurgen bedarf, um dieses Gelenk bei einem vollnarkotisierten Patienten nach chirurgischer Eröffnung der Gelenkkapsel überhaupt aus der Pfanne herauslösen zu können! Physiotherapeutische Meinung: Wodurch kommt es zur Beinlängendifferenz? Das Becken besitzt keine große Beweglichkeit aber dennoch eine gewisse Elastizität, die wir vor allem benötigen, um von außen einwirkende Kräfte, wie sie beispielsweise beim Laufen auftreten, besser absorbieren und dadurch von unserer Wirbelsäule fernhalten zu können. Die Bewegungen der Hüftgelenke werden durch verschiedene Bänder und große Muskelgruppen gemacht. Auf der Vorderseite, bzw. im Innenraum des Beckens liegen die Beugemuskeln, die das Bein in der Hüfte nach vorn anheben. Diese Muskeln sind sowohl innen an der Beckenschaufel, als auch an der Vorderseite der Lendenwirbelsäule angewachsen und verlaufen durch ein kräftiges Band in der Leistenbeuge hindurch zum oberen Teil des Oberschenkels. Auf der Rückseite befindet sich die Streckmuskulatur der Hüfte, welche im Gegensatz zur Beugemuskulatur von Außen gut sichtbar ist. Es handelt sich um diejenige Muskulatur, auf der wir sitzen. Diese Muskelgruppen hätten einen Einfluss auf die Stellung der beiden Beckenhälften. So bewirken die Beugemuskeln eine Kippung des Beckens nach vorne, die Streckmuskeln hingegen eine Drehung des Beckens nach hinten. (Das kann ich bei mir nicht merken!) Hierdurch werden die unterschiedlichen Beinlängen erklärt? Durch relative Verdrehung der beiden Beckenschaufeln. Das ist Unsinn! Soweit lassen sich die Beckenschaufeln gegeneinander gar nicht verdrehen!
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