Dr. rer. nat. HP Jochen Tödtmann: Wissenschaft und DORN-Methode PDF Drucken E-Mail

Was ist Wissenschaft?


Wissenschaft ist, was Wissen schafft. Das ist die wohl kürzeste Definition von Wissenschaft.

Die Definition laut Wikipedia: Wissenschaft ist der Erwerb von neuem Wissen durch Forschung, seine Weitergabe durch Lehre, der gesellschaftliche, historische und institutionelle Rahmen, in dem dies organisiert betrieben wird, sowie die Gesamtheit des so erworbenen menschlichen Wissens . . . (1)

. . . Die klassische neuzeitliche Aufteilung differenziert Natur-, Geistes- und Gesellschaftswissenschaften, mit der zunehmenden Verwissenschaftlichung kamen Agrar-, Ingenieurs-, Wirtschafts-, Rechtswissenschaft und Medizin hinzu. (1)
. . . Lässt sie (die Wissenschaft) sich zum Spielball politischer oder finanzieller Interessen machen, indem sie zugunsten solcher Interessen bewusst wesentliche Aspekte ausblendet, spricht man von Junk Science. (von englisch junk für „Ramsch“, „Müll“ und science für „Wissenschaft“) (2)

Die Medizin als Wissenschaft


Durch überzogenen Ehrgeiz, wirtschaftliche Verstrickungen und / oder hohen Erfolgsdruck kommt es auch in der Wissenschaft zu Fälschungen. Die längste Liste von wissenschaftlichen Fälschungen findet man in der Medizin (3). Vereinzelt bleiben diese Fälschungen in der Medizin für die betroffenen Fälscher (-Mediziner) relativ folgenlos (4).
Die Entwicklung der evidenzbasierten Medizin (übersetzt etwa: beweisgestützte Heilkunde) (5), die eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein müßte, verdeutlicht wie die Medizin als Wissenschaft im Spannungsfeld von wirtschaftlichen, persönlichen, und Patienteninteressen steht.

Im medizinischen Alltag werden wissenschaftlich gewonnene Erkenntnisse mit der ärztlichen Intuition und Erfahrung kombiniert, um dem individuellen Patienten gerecht zu werden. (6)
Ein Arzt muß Wissenschaftler und Heiler zugleich sein. (7)

Mit der Auflistung der obigen Zitate und Kommentare möchte ich auf eine prinzipielle Problematik der Medizin hinweisen:

Die Medizin stellt grundsätzlich eine Vermischung von wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und wissenschaftlich nicht greifbaren Inhalten dar.

Die Bedeutung für die Dorn-Methode


Wer sich einmal im akademischen Betrieb bewegt hat, dem dürfte bewußt sein, daß sich kein (medizinischer) Professor vor seine Studenten stellen und folgendes dozieren wird:
„Meine verehrten Studenten, heute stelle ich ihnen eine neue Methode der Wirbelsäulenbehandlung vor, die von einem Bauer und Sägewerker aus dem Allgäu, Dieter Dorn entwickelt wurde. Wir werden diese Methode zu Ehren ihres Entwicklers die »Dorn-Methode« nennen.“

Was bedeutet das für die Dorn-Methode?
  • Wissenschaftliche Anerkennung ist kurz- und mittelfristig unwahrscheinlich
  • Wissenschaftliches Arbeiten dient unserer eigenen Qualitätskontrolle und u.U. unserem Auftreten in der Öffentlichkeit

Kriterien für wissenschaftliches Arbeiten (8, auszugsweise):
  1. lege artis (nach den Regeln der Kunst) zu arbeiten
  2. alle Ergebnisse konsequent selbst anzuzweifeln
  3. Resultate zu dokumentieren
  4. wissenschaftliche Veröffentlichungen
  5. strikte Ehrlichkeit im Hinblick auf die Beiträge von Partnern, Konkurrenten und Vorgängern zu wahren

Zu Punkt 1: Lege artis arbeiten (Vorschläge ohne Anspruch auf Vollständigkeit)
  • Richtlinien für die Anwendung der Dorn-Methode erarbeiten und veröffentlichen
  • Richtlinien für die Ausbildung von Dorn-Anwendern erarbeiten und veröffentlichen
  • Vorschläge, z.B. wie die Dorn-Methode mit den wissenschaftlich nicht greifbaren Inhalten der Medizin umgeht (wie es Dieter Dorn in seinem Buch Die ganzheitliche Methode Dorn u.a. auf S. 151 mit dem Zusammenhang von Selbsterkenntnisprozessen und HWS-Korrekturen andeutet).

Punkt 2, 3 und 5 liegen im persönlichen Verantwortungsbereich des Dorn-Anwenders.

Zu Punkt 4: Wissenschaftliche Veröffentlichungen
  • Hierfür müssen Foren geschaffen werden (ähnlich dem leider eingestellten Dorn-Forum bzw. ein entsprechender Internetauftritt).
  • Regelmäßige Veranstaltungen zum Thema »Dorn-Methode« mit Fachvorträgen, praktischem Arbeiten, Workshops, Arbeitskreise
  • Beiträge in passenden Fachzeitschriften
  • Pressearbeit allgemein

Zusammenfassung:

Wissenschaftliches Arbeiten mit der Dorn-Methode bedeutet, daß wir uns aufbauend zu den vorgegebenen Standards der medizinischen Praxis (wie anatomische Kenntnisse, Kontraindikationen, etc.) »Dorn-Standards« schaffen. Geeignete Gremien erarbeiten und verbreiten über diese »Dorn-Standards« Richtlinien für die Ausbildung und Praxis.
Darüber hinaus bedeutet wissenschaftliches Arbeiten Forschung, Weiterentwicklung, Lehre, Austausch von und über die Dorn-Methode.

Offene Fragen:
  • Wie halten wir es mit der „Freiheit“?
  • Wie bindend sind die Richtlinien? Gibt es Kontrolle?
  • Welche Organisationsform, welche Struktur geben wir uns?
  • Wie lange können die anfallenden Aufgaben und in welcher Qualität ehrenamtlich bewältigt werden?

Dr. rer.nat. HP Jochen Tödtmann
www.dr-toedtmann.de

(1) http://de.wikipedia.org/wiki/Wissenschaft vom 16.März 2008
(2) http://de.wikipedia.org/wiki/Junk_Science vom 16. März 2008
(3) http://de.wikipedia.org/wiki/Wissenschaftsbetrug vom 16. März 2008
(4) DIE ZEIT 20/2001 S. 31 [http://www.zeit.de/archiv/2001/20/200120_glosse_2.xml]
(5) der spiegel 39/2005 „Wir lernen, uns zu wehren“ „Evidenzbasierte Medizin“
(6) http://de.wikipedia.org/wiki/Medizin vom 16. März 2008
(7) Medica aktuell, 19.11.2003 Ärztepräsident Professor Jörg-Dietrich Hoppe
(8) DFG Empfehlungen der Kommission „Selbstkontrolle in der Wissenschaft“
Vorschläge zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis Januar 1998
Siehe besonders S. 4 und S. 23, 28. 29
http://www.dfg.de/aktuelles_presse/reden_stellungnahmen/download/empfehlung_wiss_praxis_0198.pdf